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Artikel: Warum SpOn (und Branchen-Experten) gegen Layer-Anbieter vorgehen

 Anbieter: Allgemein - Datum: 28.06.2008

Warum SpOn (und Branchen-Experten) gegen Layer-Anbieter vorgehen

In zwei reißerischen Artikeln beschäftigte sich Spiegel-Online mit Layer-Anbietern - warum?

Vor kurzer Zeit veröffentlichte Spiegel-Online zwei kurz aufeinanderfolgende Berichte über Layer-Anbieter. In beiden Artikeln ging es primär darum, dass illegalerweise Werbung von namhaften Unternehmen auf Seiten mit ungeschützten FSK18-Inhalten oder copyrightgeschützten Medien angezeigt wird.

An der grundsätzlichen Intention dieser Berichterstattung ist natürlich nichts auszusetzen - könnte man ohne zusätzliche Betrachtungungen zum Artikel zumindest annehmen, doch:

Wie es sich für ein Print- und Online-Leitmedium gehört, befragte SpOn natürlich auch gut ausgewählte Experten der Branche, Ralf Hein, Vorsitzender des Arbeitskreis Affiliate-Marketing beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und Oliver Karthaus, der selbst Adult-Webmaster ist (u.a. bekannt für AVM-Ressource).

Die vermeindliche Absicht von Karthaus ist schnell erklärt, SpOn selbst verrät es mit der Angabe 'Adult-Webmaster' halbherzig, aber ausreichend um dem recherchefreudigen Leser einen Steilpass zu liefern.

 Zitat:
'Es ist nur möglich, die Einblendung auf Torrent-Sites und anderen illegalen Angeboten per AGB zu verbieten oder eben Layer-Vermarkter komplett als Partner zu meiden.'

Karthaus besitzt unter anderem die Domain perfectteens.de, die weiterleitet zum Partnerprogramm von Fundorado.com - Herr Karthaus' Refferal-ID inklusive. Vielen dürften allein diese Aussagen bereits ausreichen, doch ich will trotzdem kurz erklären warum Karthaus somit aus eigenen Interessen heraus argumentiert.

Sobald die Weiterleitung zu Fundorado erfolgt ist, wird ein Cookie beim jeweiligen Besucher gesetzt, der ihn, sollte er sich innerhalb der nächsten 30-60 Tage (ich kenne die genaue Cookie-Gültigkeit von Fundorado nicht) dort anmelden, als provisionierten Verkauf für Herrn Karthaus identifiziert.

Layer-Anbieter funktionieren letztendlich nach dem gleichen Prinzip, nur dass die Cookie-Spreading-Rate um einiges höher ist, da nicht auf einer Domain, sondern auf vielen verschiedenen Webseiten im LayerAd (PopAd, FrameAd) geworben wird. Desweiteren verhält es sich bei Cookies so, dass sie überschrieben werden können. D.h. wenn ein Besucher bspw. erst Perfectteens.de von Herrn Karthaus aufruft, zuerst allerdings kein Abonnement bei Fundorado abschließt, da er frei zugängliche Erotik-Seiten bevorzugt (die hauptsächlich durch Layer-Anbieter finanziert wurden), im folgenden dann auf einer solcher Seiten Fundorado-Werbung in einer Layer-Werbeform sieht und daraufhin dann ein Abonnement abschließt, bekommt nicht Herr Karthaus die Provision sondern der Layer-Anbieter.

Verständlicherweise sind Layer-Anbieter also ein Ärgernis für Herrn Karthaus, zudem seine Provisionen natürlich nicht nur durch die Cookies der LayerAds schrumpfen, sondern generell mit Layer-Werbung finanzierte 'Free-Porn'-Seiten die Absätze bei bezahlten Erotik-Partnerprogrammen schmälern.

Herr Hein führt erst einige grundlegende Dinge zur Affiliate-Branche auf, die ihn für die nachfolgenden Aussagen kompetent und vertrauenswürdig erscheinen lassen sollen (üblicher psychologischer Journalismus, der auch schon im ersten Artikel bei Herrn Karthaus Anwendung fand) bevor dann seine Schlussfolgerung erneut die gesamte Layer-Branche in ein falsches Licht rückt und unter Generalverdacht stellt:

 Zitat:
'Bei Verstößen sollte mehr passieren, als dass die entsprechenden Partner nur vom Programm ausgeschlossen werden. (...) ...das könnte den Regeln auch Geltung bei jenen verschaffen, wo heute der Regelbruch offenbar zum Geschäftsmodell gehört.'

Doch warum Herr Hein eigentlich ein Problem mit Layer-Anbietern hat, deshalb sogar drastische gerichtliche Maßnahmen fordert, und warum SpOn ihn deshalb gerne als Kompetenz nutzt, hat natürlich ganz andere Gründe als den Tod der Affiliate-Branche durch die schwarzen Löcher 'Layer-Anbieter'.

Was Herr Hein nämlich wirklich aufstößt, ist die direkte Konkurrenz der Layer-Anbieter zum Direktvermarkter adbutler GmbH, bei dem er Key Account Manager ist lt. seinem Xing-Profil. Denn die namhaften Unternehmen, die Hein im SpOn-Artikel meint, wollen seit ihre Media-Agenturen die Layer-Anbieter entdeckt haben, nicht mehr bei ihm werben. Verständlich! Layer-Netzwerke bieten deutlich attraktivere Tausender-Kontakt-Preise, binden verkaufsprovisionierte Partnerprogramme ein (entgegen den Direktbuchungen bei bspw. der adbutler GmbH) und leisten nahezu die identische Performance.

Natürlich könnte man sich noch die Frage stellen, warum anscheinender Qualitätsjournalismus (SpOn) nicht in der Lage dazu ist diese Zusammenhänge zu erkennen, sondern Sie sogar noch verschleiert durch die Nichtnennung der Position von Herrn Hein bei der adbutler GmbH.

Ich stelle sie mir nicht, gebe aber auch dafür gerne einen Lösungsansatz. Die Websiten-Vermarktung von Spiegel-Online ist hauptsächlich (exklusiv?) geprägt von 'Quality Channel', einem weiteren Online-Vermarkter. Im folgenden eine Mitgliederliste des Online-Vermarkterkreises beim BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft), deren Vorsitzender Hein ist:

Ad2Net, AdLink Internet Media, allesklar.com/meinestadt.de, AOL Deutschland, Bauer Media, Bild.T-Online.de, G+J Electronic Media Sales, GWP online marketing, InteractiveMedia CCSP, IP Deutschland, Lycos Europe, Mairdumont Media, Microsoft Digital Advertising Solutions, mobile.de, netpoint media, Quality Channel, SevenOne Interactive, Scout24 Media, Tomorrow Focus, United Internet Media, Yahoo! Deutschland und Yahoo! Search Marketing

Auch Quality Channel ist eine Direktmarketing-Agentur, die bei den weitaus günstigeren Konditionen von Layer-Anbietern, deutlich weniger Aufträge von bspw. den Mobilfunkanbietern zu verzeichnen hat. Es gilt das gleiche wie bei der adbutler GmbH.

Interessenkonflikte? Nein, so etwas gibt es bei Spiegel-Online nicht.

Mit freundlichen Grüßen,
an alle Direktvermarkter

Quelle: Hier klicken...

Link zum Artikel auf LayerBonus.de:
 

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